Author Archives: Spuerstuecker

[GAC] Vom Bloggen, Nullen und kaputten Knien

Nun ist es passiert. Eigentlich hatte ich mir geschworen, niemals etwas mit diesen ‘Bloggern’ zu tun haben zu wollen. Warum sollte man auch seine Gedanken über das Leben, das Universum und den ganzen Rest auch noch dem Internet mitteilen, wo das Netz doch nun wahrlich voll genug ist von spinnerten Ideen, die – auf Ewigkeiten gespeichert – auch in Jahren noch hervor gekramt werden können. Entsprechend begeistert war ich denn auch, als es hieß, dass man als Teilnehmer der GAC auch einen Blogbeitrag verfassen sollte. Monatlich. Aber gut, da ich meine Abnehmbemühungen nicht durch solche Lappalien stoppen lassen wollte, entsteht hier gerade mein erster (von zwölf) Blogeinträgen; und Ihr müsst es ausbaden … äh … lesen.

Der erste Monat der GAC ist nun fast vorbei und bis jetzt ging es mit dem Abnehmen erstaunlich gut. Da ich Mitte letzten Jahres schon angefangen hatte, hat sich bei auch eine gewisse Routine eingestellt. Meine Ernährung musste ich dafür allerdings gewaltig umstellen, vor allem, was mittags gegessen wurde. Da ich hier meistens auf Kantinenverpflegung angewiesen bin, ist es relativ schwierig hier eine regelmäßige Versorgung mit Obst, Salat und generell kalorienreduzierter Kost sicher zu stellen. Also werden jetzt in erster Linie Gerichte mit weißen Fleisch (und vielen Antibiotika) und zerkochtem Gemüse ausgewählt und mindestens zweimal die Woche Salat gegessen – öfter ertrage ich die Fertigsaucen nicht ;-) .
Gott sei Dank trägt das ganze Früchte, sonst hätte ich wahrscheinlich schon aufgegeben. So konnte ich Anfang der Woche endlich mir bisher völlig unbekannte Zahlen auf der Waage begrüßen und die 90kg Grenze unterschreiten – was die Differenz zu meinem errechneten Idealgewicht auf 21kg zusammenschrumpfen lässt. Eigentlich will ich gar nicht wissen, wie ich mit 69kg aussehen würde – und meine Frau will das auch nicht ;-)
Zusätzlich zur Umstellung der Ernährung habe ich mir angewöhnt, pro Tag mindestens zwei Liter zu trinken. Das geht relativ gut, da mein Arbeitgeber uns mit 1,5l Ev**n-Flaschen versorgt, so dass ich mir einfach eine davon auf den Tisch stelle und nicht eher Feierabend mache, bis das Ding leer ist. Neben dem Effekt, dass viel trinken gesund ist, besänftigt der volle Magen auch – zumindest kurzfristig – das Hungergefühl und mein Arbeitgeber freut sich über die anfallenden Überstunden…
Bei der ganzen Abnehmerei steckt leider auch der Teufel im Detail, d.h. in meinen Knien. Durch zu viel Sport in der Jugend (und wahrscheinlich zu hohes Gewicht danach), reagieren meine Knie auf intensive sportliche Betätigung, z.B. Joggen extrem allergisch. Sie machen ihrem Unmut durch spontanes Anschwellen und vermehrtes Aussenden von Schmerzsignalen Luft. Andere Sportarten, z.B. Schwimmen, Radfahren oder der Besuch von Fitness-Studios scheitern momentan noch am Wetter und an meinen unregelmäßigen (langen) Arbeitszeiten. Und am Wochenende bin ich als Vater von zwei Kindern halt lieber mit denen unterwegs als in einer Mucki-Bude zu schwitzen. Daher bleibt mir momentan nur die Ernährung, um Gewicht abzubauen. Hoffentlich ändert sich das mit weiter schrumpfenden Zahlen auf der Waage und längeren Tagen.

Alles in Allem geht es aber bisher recht gut mit der Abnehmerei und wenn man die Fahrt zum Bäcker am Sonntag Morgen durch einen zügigen Spaziergang ersetzt, kommt ja auch noch zusätzliche Bewegung zu Stande. Nur neulich war es echt schwer: Da hatte ich abends noch am Mystery für unser Döner Event gearbeitet und dabei geht es halt um alle möglichen türkischen Gerichte. Wenn man die vor Augen und nur Rohkost im Bauch hat, kostet es schon jede Menge Selbstbeherrschung, sich da nicht ins Auto und zur nächsten Döner-Bude schwingen…

Viele Grüße
Sascha