[GAC] Mein letzter Blogbeitrag

Nun endlich ist es soweit. Mein letzter Monatsblogbeitrag der GAC12 ging online.
Fast 12 Monate sind vergangen, als ich am Neujahrstag 2012 mit einem beinahe Herzinfarkt beim Blick auf die Waage in die beste Challenge aller Zeiten einstieg.
Darüber, wie man Pfunde verliert oder auch nicht wurde hier schon viel berichtet. Ich möchte meinen letzten Blogbeitrag auch nicht dem Thema der Gewichtsreduktion widmen.
Nur soviel sei gesagt: obwohl ich mein mir gesetztes Ziel (UHU) nicht erreicht habe bin ich überglücklich an der GAC12 teilgenommen zu haben. Ich möchte schwede76 für die „Geburt“ dieses Wettstreits danken und Klaus sowie allen weiteren an der Pflege der Listen und Auswertungen beteiligten Mitstreitern. Ich danke allen „Konkurrenten“, die in mir den positiven Gruppenzwang auslösten, ohne den ich die 30 kg nie verloren hätte. Und natürlich meinem alten Freund beef_productions. Er ist der erste Cacher, den ich kennenlernen durfte. Mit ihm habe ich manch tollen Cache gelegt, gesucht und gefunden. Zahlreiche Nächte haben wir uns bei Nachtcaches um die Ohren geschlagen und uns auf zig Events prächtig unterhalten. Beef war es auch, der mich zur Teilnahme an der GAC12 überredete und mir somit fast ¼ meiner Körpermasse „geraubt“ hat.
Es war hart, sehr interessant und immer wieder schön, sich Gedanken über die langsam angefressenen Pfunde zu machen.
Mit der GAC12 habe ich viel dazugelernt und die Freude an der körperlichen, sportlichen Betätigung gefunden.

Mit dem Start der GAC12 habe ich mir vorgenommen jede Strecke, die mit dem Fahrrad zu bewältigen ist, auch mit dem Drahtesel zurückzulegen. So habe ich im Jahre 2012 über 4000 km im Sattel zurückgelegt. Anfangs auf meinem alten Bike und seit dem 7. September am Lenker meines neuen Stevens Crossbikes. Als sich gegen Herbst langsam das Sauwetter einstellte, dachte ich aber nicht daran, mein Rad einzumotten. Ganz im Gegenteil. Ich informierte mich darüber, wie Rad und Fahrer am besten durch den Winter kommen.
Und nun nach einer etwas ausführlichen Einleitung möchte ich endlich zum Thema meines letzten Blogbeitrags kommen …….

Winterradeln

Im Frühjahr, Sommer oder Herbst ist es kein großes Problem mit dem Fahrrad von A nach B zu kommen. Beim ersten Regen sträubt man sich schon etwas, anstatt dem Auto das Fahrrad zu nehmen. Schnell merkt man aber, dass es mit der richtigen Kleidung überhaupt kein Hindernis ist, sich motorlos fortzubewegen.
Dann wurde es langsam kühler. Da ich kein Freund von langen Unterhosen bin ( die müsste ich ja bei der Arbeit wieder ausziehen) habe ich meine Regenhose als Thermohose zweckentfremdet. Als dann die Straßen und Radwege immer mehr unter dicken Laubschichten verschwanden, begann es langsam glatt und schmierig zu werden. Irgendwie hatte ich immer öfter das Gefühl nicht mehr ausreichend Gripp auf dem Untergrund zu haben. Ich setzte mich also wieder zu Tante Google oder unterhielt mich mit eingefleischten Radfahrern. Kurze Zeit später hingen zwei neue, mit Spikes bestückte Reifen, im Fahrradschuppen.
Bei Winterreifen fürs Rad gibt es enorme Preisunterschiede. Im Kleingedruckten entdeckte ich die Ursache dafür. Günstige Reifen sind zum Teil mit weniger als 100 Spikes bestückt. Ich zweifelte daran, ob dies wohl ausreichen würde.

Bilder und Fotos

So entschied ich mich für den Schwalbe Marathon Winter, auf dessen Lauffläche stattliche 240 Spikes pro Reifen glänzen.

In der Nacht vom 28. auf den 29. November 2012 kam in unserer Region der erste Schneefall und warf bis in die frühen Morgenstunden einiges von dem kalten Dings vors Haus. Beim Schneeschippen merkte ich, wie unangenehm die kalte Luft sich in meinem Gesicht anfühlte. Wenn da noch ein leichter Fahrtwind dazukommt könnte das sehr ungemütlich werden. So packte ich meine neu erstandene Neoprenmaske aus und machte mich, wie ein Bankräuber verkleidet auf den Weg zur Arbeit.

Bilder und Fotos

Wie sich bei der Fahrt herausstellte waren die Atemlöcher viel zu klein. Ich hatte Probleme die Luft bei jedem Atemzug durch die Maske zu bekommen. Zu Hause wurde dies mit einer Lochzange nachgebessert.

Nach einigen Fahrten zur Arbeit und zurück wagte ich mich am Wochenende auch an meine Hausstrecke. Unterkochen – Heidenheim – Unterkochen. Eine Strecke von etwa 54 km, die bei normalen Verhältnissen in knapp 2 Std. bewältigt ist.

Bilder und Fotos

Wenn es auch nur wenige cm Schnee waren, die da vor mir lagen, bremsten diese doch merklich. Obwohl es relativ frisch war, schien die Sonne. Ein herrlicher Tag und es machte richtig Spaß zu radeln und dabei eine Spur in den jungfräulichen Schnee zu ziehen.

Bilder und Fotos

In Heidenheim kam ich sogar noch an einem Tradi vorbei, der mir noch fehlte. Bei einer Vollbremsung wurde das Bremsverhalten der Reifen getestet. Ich war und bin von den Winterreifen total begeistert. Auf frischer oder festgefahrener Schneedecke fährt man damit fast wie normal.

Bilder und Fotos

Wo man extrem aufpassen muss sind vereiste Kanten, die z.B. ein Auto im Matsch hinterlässt. Vereist diese Matschkante und verschwindet unter Schnee kann es schnell sehr brenzlig werden.

Bilder und Fotos

Auf dem Rückweg von Heidenheim kam ich, natürlich wie im Sommer auch, am Itzelberger See vorbei. Hier setze ich mich gerne auf eine Bank oder genehmige mir ein leckeres Eis. Bei diesen Wetterbedingungen verzichtete ich jedoch auf Beides und fuhr der warmen Stube entgegen.

Mir ist klar, dass eine Fahrt durch Matsch und Schnee nicht gerade gesund für mein neues Rad ist. Auch hier habe ich Vorsorge getroffen, die hoffentlich ihre Wirkung zeigt und mein Rad rostfrei über den Winter bringen wird.

Ich habe im Geschäft die Möglichkeit mein Rad in einer Art Waschbox mit einem starken Wasserstrahl zu reinigen. Dann hat es bis zum Feierabend genügend Zeit wieder trocken zu werden.

Bilder und Fotos

Bevor es wieder raus in den salzigen Schneematsch geht, werden die kritischen Teile mit einem Konservierungsspray behandelt, das ich noch von meinem Motorrad im Regal stehen hatte. Ich hoffe, dass wenn ich dies ca. alle 2 Wochen anwende, mein Fahrrad im nächsten Frühjahr noch so gut dasteht, wie es vor dem Winter ausgesehen hat.

Manche werden sich fragen, ob man sich so etwas antun muss und im Winter mit dem Rad zu fahren. Wer mich kennt, weiß, dass ich in manchen Dingen etwas extrem bin. Wenn meine Frau mir immer flapsig entgegenbring, ich wäre doch nicht ganz sauber, antworte ich nur immer, das habe ich auch noch nie behauptet.

In diesem Sinne

viel Erfolg bei der weiteren Gewichtsabnahme
und beim halten eures Wunschgewichtes.

GC_Hänsel68

P.S. Schade dass es mit dem Event in Ulm nicht geklappt hat. Ich hätte gern einige meiner Mitstreiter kennengelernt.