Vor vielen Jahren, genauer gesagt, vor rund 30 Jahren, besaß ich eine Clochard-Hose mit passendem Gürtel. Das war damals modern. Diese Clochard-Hose war ein Monstrum von Kleidungsstück: Aus dickem Jeansstoff, bordeauxrot gefärbt, unten zu kurz und oben viel zu weit. Und weil die Hose oben viel zu weit war, brauchte man einen Gürtel dafür. Der Gürtel war ebenfalls bordeauxrot, mit goldener Schnalle. Mit ihm wurde die viel zu weite Hose zusammengeschnürt und der Hosenbund in dicke Falten gelegt. Da ich damals sehr dünn war, war es notwendig, einige zusätzliche Löcher in den Gürtel zu stechen. Das Ende des langen Gürtels konnte ich dann nochmal halb um mich herum wickeln. Zusammen mit rosa T-Shirts mit Glitzeraufdruck und Schulterpolstern war diese Kombination damals der absolute Chic.Später leistete mir diese Hose sogar in den ersten Monaten der Schwangerschaft noch gute Dienste, besaß sie doch einiges an Mitwachs-Potential.Doch im Laufe der Jahre änderte sich (zum Glück) die Mode, die Hose fand sich in der Kleidersammlung wieder, der Gürtel wanderte in die hinteren Bereiche des Kleiderschranks
Bis vor Kurzem.
Meine Körpersilhouette änderte sich im Laufe der Zeit von konkav in konvex, die Kleidergrößen wuchsen parallel zum Alter der Kinder.
Am vergangenen Weihnachten ging dann nichts mehr. Selbst die geräumigste Hose zwickte und kniff an allen Stellen und verursachte Bauchschmerzen. Zudem stand Weihnachtsbesuch an und damit der obligatorische Nach-dem-Festessen-Verdauungspaziergang. Jetzt hatte ich ein ernsthaftes Problem. Knopf und Reissverschluss offen lassen ging ja zu Hause, aber beim Spaziergang lief ich Gefahr, dass sich die Hose der Schwerkraft hingab und mich in aller Öffentlichkeit bloßstellte. Im letzten Moment kam mir der Geistesblitz und ich griff nach dem langen bordeauxroten Lieblingsgürtel. Mein Freudenjauchzer verstummte jäh, als ich entsetzt registrieren musste, dass auch dieser einstmals viel zu lange Gürtel selbst im letzten Loch arg eng war.
Das Hinterhältige an meiner Figur ist ja, dass der frontale Blick in den Spiegel eine relativ gradlinige Form zeigt, aber erst der seitliche Blick diverse Auswölbungen, ganz besonders am Bauch, peisgibt.
Inzwischen sind zweieinhalb Monate GAC vergangen, Kilos und Bauchumfang sind nicht mehr ganz so erschreckend, einige Hosen passen wieder bequem und der bordeauxrote Lieblingsgürtel lässt sich bereits locker im vorletzten Loch schließen.




Danke auch für die schöne Geschichte. Hatte Spaß beim Lesen
Ich drück Dir ganz fest die Daumen! Das schaffst Du bestimmt.
Also ich drücke dann mal die Daumen für’s letzte Loch..
*seufz*
Erst ist gar kein Text da, jetzt ist er winzig klein geschriebn. Aber immerhin er ist da
Ich lege euch zum Lesen mal ne Lupe dazu.
Bis zum Ende der GAC sinds ja noch paar Monate, ich hab also noch einige Versuche, bis mein Blogbeitrag endlich perfekt ist
So, jetzt sieht es besser aus.
Ich habe dir eine eMail geschrieben in der ich erkläre warum dieser Fehler aufgetreten ist.
Danke für die Geschicht… weiter so, dann wirds bald das drittletzte Loch ;o)