Ich bin ein Schnitzeljäger?

Neulich geriet ich in die Situation, meiner Oma erklären zu müssen, was ich da eigentlich mache bei diesem GeoKätsching?

Erst war die Freude bei meiner Oma noch groß, als ich sagte, dass es ein Hobby und eine Art Sport wäre, doch nahezu zeitgleich zeigten sich auch Sorgenfalten im Gesicht meiner Oma: “Junge, dass du dich da nicht verletzt.” “Keine Sorge, Oma, ich passe schon auf mich auf, außerdem bin ich gut ausgerüstet.”

“Welche Ausrüstung braucht man denn da so?” wollte meine Oma wissen. “Hast du da wieder so einen schicken Anzug wie damals bei Karate?”.

KARATE? – Jetzt dämmerte es mir, meine Oma glaubte, dass GeoKÄTSCHING eine Kampfsportart ist. Nun ja, ganz abwegig ist das ja nicht, wenn man bedenkt, dass man um Punkte (Founds) kämpft und sich bei so manchem T5er ganz schön in die Seile hängen muss.

Bildquelle: carlsen.de

Bildquelle: carlsen.de

Nur wie erkläre ich meiner Oma, die noch nicht einmal weiß, was eine Diskette ist (bzw. war), dass Geocaching ein locationbased Game ist, bei dem man mit Hilfe eines GPS-Empfängers Caches an im Internet veröffentlichten Koordinaten findet?

Ich zeigte ihr also meinen GPS-Empfänger und begann zu erklären. Wer das schon einmal versucht hat, wird festgestellt haben, dass es so nicht funktioniert.

Nun versuchte ich es mit: Geocaching ist eine moderne Art der Schatzssuche. Worauf meine Oma leuchtende Augen bekam und dachte, dass ich jetzt reich werde. Auch hier musste ich sie wieder enttäuschen.

Mein letzter Versuch meiner Oma Geocaching zu erklären, lautete dann so: Geocaching ist eine moderne Schnitzeljagt, nur werden keine Papierschnipsel in die Natur geworfen oder Pfeile mit Mehl auf die Straße gemalt. Wir finden unsere Ziele mit Hilfe eines “elektronischen Kompasses” und Hinweisen aus der Beschreibung zu diesem Versteck.

Bildquelle: speisekarte.de

Ich bin also ein Schnitzeljäger, auch wenn ein solches eher am Ende einer erfolgreichen Tour in einer Wirtschaft auf mich wartet. ;-)

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