Am vergangenen Samstag verabredete ich mich mit einem netten Mitcacher zu einer Wanderung am Fuße der schwäbischen Alb. Wir hatten uns die Runde “Warte mal” der 4 Schwoba ausgesucht. Diese Runde enthält 43 Caches der eigentlichen Runde und noch acht weitere verschiedene Caches, die auf dem Weg liegen. Da jeder von uns vorher ein ordentliches Stück Wegstrecke bis zum Parkplatz zu fahren hatte, starteten wir unsere Runde gegen 12:00 Uhr.
Bei dieser Runde verfolgen die Owner die Idee, dass aufmerksame Cacher disabelte Dosen oder volle Logbücher auf ihrer Wanderung warten. Dazu gibt es am Start eine große Dose mit genügend Ersatzmateriel, aus dem man sich etwas auf die Runde mitnimmt, um dann gegebenenfalls gleich Dosen oder Logbücher ersetzen zu können. Das scheint auch gut zu funktionieren, denn bis auf zwei Dosen war die Runde in einem sehr guten Zustand.
An diesem Samstag versprach das Wetter, sich von seiner besten Seite zu zeigen, daher bestand das Gewicht des Rucksacks überwiegend aus Getränken und nur ein wenig aus Proviant.
Unsere Runde starteten wir nicht bei Dose Nr.1, da uns die Parkmöglichkeit dort nicht allzu günstig erschien. Stattdessen starteten wir bei Dose Nr. 12, denn hier gibt es einen sehr großen und gut ausgebauten Wandererparkplatz.
Gleich auf der anderen Straßenseite führte der Weg in einen wunderschönen und schattigen Wald hinein. Die Wegführung war sehr komfortabel, meistens schön auf ordentlichen Schotterwegen, sodass man ein zügiges Tempo vorlegen konnte. Die Dosen ließen sich überwiegend schnell finden, wir brauchten also nicht stundenlang Mikros in Mooshaufen suchen, sondern oft war schon von Weitem zu erkennen, wo der Petling montiert ist. Fast alle Petlinge steckten in einer ordentlichen Klammer und waren bequem zu erreichen.
Zwischendurch gab es immer wieder hübsche Plätzchen, an denen wir gemütlich rasten und die Beine ausruhen konnten.
Im Laufe des Nachmittags hatten wir den Wald durchquert und kamen aufs freie Feld hinaus. Jetzt spürten wir die Hitze des Tages. Wir hatten etwa zweidrittel der Runde hinter uns, aber der anstrengendste Teil stand uns noch bevor. Zum Glück wussten wir das hier noch nicht. Auf der gegenüberliegenden Seite des Tales lockte bereits wieder schattiger Wald und so marschierten wir zügigen Schrittes ein Stück die Straße entlang und versuchten dabei, uns immer im Schatten von Hecken und Bäumen entlang zu drücken. Auf diesem Stück standen sehr viele Kirschbäume und so konnten wir es uns nicht verkneifen, ein paar dieser köstlichen roten Kugeln zu probieren. Hmmm, waren die lecker !
Als wir uns dem Wald näherten, merkten wir, dass der Weg zunehmend steiler wurde. Zu allem Übel hatten wir nicht genau auf die Reihenfolge geachtet und zwischendrin eine Dose ausgelassen. Also sind wir an der nächsten Abzweigung wieder den Hang hinunter und nach dem Loggen wieder hinauf. Ächz, jetzt war wiedermal Pause machen angesagt. Auf einem hübschen Aussichtsbänkchen leerten wir die letzten Schlucke aus unseren Getränkeflaschen.
Anschließend kam ein wirklich steiler Anstieg auf den Wasserberg hinauf. Ein schmaler Pfad wand sich serpentinenartig und mit Treppenstufen versehen, den Hang hinauf. Unterwegs gab es wieder ein paar Döslein zu entdecken.
Nach viel Gestöhne und mit einigen Verschnaufpausen kamen wir auf dem Gipfel des Wasserberges an und erlebten eine tolle Überraschung: Hier gab es einen geöffneten Biergarten unter herrlich schattigen Bäumen. Erschöpft ließen wir uns auf eine Bank fallen und genossen frisches, gut gekühltes Wasser. Die Aussicht hier oben war gigantisch. Wir hatten einen weiten Blick ins Tal und auf den Hohenstaufen. Bestimmt eine Stunde saßen wir hier, ließen uns von einem Kindergeburtstag unterhalten und regenerierten die verbrauchten Kräfte.
Nach dieser erholsamen Pause ging es mit frischem Elan ans letzte Viertel der Runde. Da wir auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung waren, ging es nun nur noch bergab. Wir kamen recht schnell voran, entdeckten unterwegs wieder einige Döslein und hielten uns etwas länger an einem Earthcache auf. Gegen Abend erreichten wir nach einem letzten Döslein wieder den Parkplatz, der immer noch voll mit Autos war.
Hier genossen wir unseren Anlegeschluck, der freundliche Mitcacher hatte an alles gedacht und einen Piccolo alkoholfreien Sekt mitgebracht. So saßen wir noch etwas auf dem Parkplatzrastbänkchen, bevor wir wieder die Heimreise antraten, jeder in eine andere Richtung.



